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Studie „Good Work Innovations in Europe” zur Zukunft der Arbeit: Europa benötigt neue Lern- und Weiterbildungsansätze, um das Potenzial der Automatisierung auszuschöpfen

André Pechmann
June 7, 2021
  • Studie „Good Work Innovations in Europe” untersucht Trends und Innovationen rund um das Thema Zukunft der Arbeit in Europa
  • Ausgestaltung der Ansätze zur Zukunft der Arbeit bekommt Innovationschub durch die Pandemie
  • Im Fokus stehen Weiterbildung und Umschulung

Die COVID-19-Pandemie hat in den vergangenen Monaten die digitale Transformation in Europa signifikant beschleunigt. Unter anderem wurde vielerorts (zumindest zeitweise) auf Remote-Arbeit umgestellt. Viele Unternehmen sahen es durch die Auswirkungen der Pandemie als unabdingbar an, Innovationen grundzulegen und umzusetzen, um die Herausforderungen der Krise zu meistern. Im Zuge dessen trieben zahlreiche Organisationen die Automatisierung von Prozessen voran. Neben den bekannten Vorteilen sehen sich viele Arbeitnehmer in direkter Konkurrenz zu den Automatisierungsbestrebungen, wenn es um den Erhalt ihrer Arbeitsplätze geht.  Um die Potenziale der Technologie auszuschöpfen und gleichzeitig die Mitarbeiter fit für die Zukunft zu machen, müssen Firmen Weiterbildungen und Umschulungen priorisieren.

Die aktuelle Studie „Good Work Innovations in Europe” von der Autodesk Foundation und der Royal Society of Arts (RSA) untersucht Trends und Innovationen rund um das Thema Zukunft der Arbeit in Europa. Der Report zeigt, wie sich Technologie und Herausforderungen wie COVID-19 auf Arbeitnehmer sowie deren Arbeitsplatz auswirken. Darüber hinaus bietet die Studie spezifische Einblicke in die Zukunft der Arbeit in der Bau- und der Fertigungsbranche in Europa.

Europa ist ein vielfältiger Kontinent mit großen regionalen Unterschieden bezüglich Beschäftigtenzahlen und Schwerpunktbranchen. Entsprechend vielfältig sind auch die Risiken und Chancen, die sich durch die Automatisierung ergeben.

Südeuropa und ländliche Regionen sind am stärksten von der Automatisierung bedroht

Das Risiko für Arbeitnehmer ist innerhalb Europas unterschiedlich. Beispielsweise sind Nordeuropa und die nordischen Länder weit weniger automatisierbar als die Märkte in Ost- und Südeuropa. Schweden, Finnland und Norwegen sind am wenigsten von der Automatisierung bedroht. Die Slowakische Republik, Slowenien und Griechenland wiederum sind am meisten von der Automatisierung herausgefordert. Denn hier stehen hohe Arbeitslosenzahlen, eine starke Landwirtschaft und weitere automatisierbare Fokus-Branchen einer Umsetzung im Weg – es gibt also zahlreiche Ansatzpunkte, allerdings auch schwerwiegende Voraussetzungen.

Die Studie zeigt zudem auch große Unterschiede zwischen ländlichen Regionen und Großstädten in Bezug auf die Risiken, die die Automatisierung darstellt. In fast allen europäischen Ländern befinden sich die Hauptstädte in Regionen, die am wenigsten von der Automatisierung bedroht sind. Die überwiegend landwirtschaftlich geprägten Regionen sind wiederum am meisten gefährdet.

Fertigung und Bauwesen sind mit unterschiedlichen Herausforderungen konfrontiert

Arbeitnehmer in der verarbeitenden Industrie und der Landwirtschaft sind am stärksten von der Automatisierung in Europa bedroht. Zu den am wenigsten gefährdeten Branchen zählen wiederum High-Tech-Sektoren wie die Computerprogrammierung als auch sogenannte High-Touch-Sektoren wie das Bildungswesen.

Die Studie belegt, dass künftig die Wahrscheinlichkeit, dass automatisierte Lösungen am Arbeitsplatz Einzug halten, steigen wird. Dies bedeutet allerdings nicht automatisch, dass Arbeitsplätze bedroht sind – vielmehr werden sich einzelne Aufgaben und Tätigkeiten verändern und weiterentwickeln. Ein Beispiel aus der Fertigung: Hier müssen die eingesetzten Roboter sowie die automatisierten Prozesse beaufsichtigt werden, etwa durch Anwender, Techniker oder Produktionsleiter.

Das Bauwesen ist wiederum ist mit einem geringeren Automatisierungsrisiko konfrontiert als das verarbeitende Gewerbe – denn in diesem Bereich sind Tätigkeiten im Vergleich weniger repetitiv und Prozesse individueller. Der Wandel im Bauwesen in Europa umfasst zahlreiche verschiedene Ansätze, darunter die Automatisierung physischer Aufgaben sowie die Digitalisierung und Automatisierung von Design-, Planungs- und Verwaltungsverfahren. Maurerroboter, Drohnen und autonome Fahrzeuge, die zur Vermessung, Überwachung und zum Transport eingesetzt werden, sind auf den europäischen Baustellen immer häufiger anzutreffen.

Auch wenn die Automatisierung in beiden Branchen unterschiedlich schnell voranschreitet und Relevanz hat, es wird deutlich, dass Schulungen und gezielte Initiativen zur Weiter- und Neuqualifizierung notwendig sind, um die europäischen Arbeitnehmer in die Lage zu versetzen, effektiv mit automatisierten Lösungen zu arbeiten sowie sie fit für die Zukunft zu machen.

Der Einfluss von COVID-19 und wie sich Unternehmen auf die Arbeitsplätze der Zukunft vorbereiten

Während der COVID-19-Pandemie beschleunigten Unternehmen in Europa die Einführung der Automatisierung hauptsächlich, um kontaktlose Interaktionen zu erleichtern sowie um den Personal- und den Kostendruck zu reduzieren. Dabei konzentrierte sich ein Großteil der von der Regierung bereitgestellten Entlastungen auf Leistungen für Arbeitnehmer. Im nächsten Schritt müssen diese nun entsprechend geschult und auf neue Tätigkeitsfelder vorbereitet und auf die entsprechenden Tools geschult werden.
auf die Zukunft vorbereitet werden. Die Studie identifiziert im Zuge dessen vielversprechende Innovationen in Sachen Qualifikation, Ausbildung und lebenslanges Lernen, die Arbeitnehmern helfen sollen, sich auf die Arbeitsplätze der Zukunft vorzubereiten. Dazu gehören:

  • Online-Lernen: Neue Möglichkeiten für das Online-Lernen einschließlich Massively Open Online Courses (MOOCs) und andere Tools, die Lernenden einen flexiblen, modularen Ansatz für Up- und Reskilling bieten und ihnen durch Weiterbildungsmaßnahmen zugänglich gemacht werden.
  • Technologie-Bootcamps: Programme, die Menschen in einem zeiteffizienten Format digitale Fähigkeiten vermitteln und sie mit Beschäftigungsmöglichkeiten verbinden.
  • Digitale Qualifikationsnachweise und Kompetenzprofile: Neue Ansätze zur Anerkennung und Validierung von Fähigkeiten, einschließlich solcher, die durch berufsbegleitendes und informelles Lernen entwickelt wurden.

Die RSA beschäftigt sich seit mehr als 250 Jahren mit sozialen Auswirkungen. Darüber hinaus teilt die RSA mit Autodesk eine gemeinsame Vision für die Zukunft der Arbeit. Ziel ist es, jedem – unabhängig vom Hintergrund – zu ermöglichen, im Zeitalter des technologischen Wandels gute Arbeit zu leisten. Die Automatisierung bietet Chancen und Potenziale, wenn wir die Menschen in den Mittelpunkt des Prozesses stellen und sie mit den richtigen Fähigkeiten ausstatten, um in einer neuen von Technologie geprägten Ära zu bestehen.

Europa ist eine vielfältige Region und die mit der Automatisierung verbundenen Herausforderungen, denen sich die einzelnen Länder gegenübersehen, sind so einzigartig wie die Länder selbst. Unabhängig vom Standort muss der Fokus jedoch auf einer kohärenten Partnerschaft zwischen allen Beteiligten liegen, um sicherzustellen, dass die Arbeitnehmer für den Erfolg gerüstet sind.

Die vollständige Studie „Good Work Innovations in Europe“ finden Sie hier.

Entsprechendes Bildmaterial steht Ihnen hier zur Verfügung.

Sprechen Sie uns bei Interesse gerne an unter Autodesk_Germany@edelman.com.

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