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Autodesk Pressecenter Deutschland

Autodesk University 2021: Cloud-basierte Tools für nachhaltige, zukunftsfähige Projekte für Gemeinden, Gebäude und Infrastruktur

André Pechmann
October 7, 2021

von Nicolas Mangon

Vielleicht mehr als je zuvor stehen die Architektur-, Ingenieur- und Bauindustrie an vorderster Front bei der Bewältigung globaler Herausforderungen. Der Klimawandel und COVID-19 erinnern uns daran, dass sowohl die Menschen als auch der Planet zerbrechlich sind. Um eine gesunde, nachhaltige und gerechte Zukunft zu schaffen, müssen wir die Art und Weise, wie wir leben, arbeiten und reisen, neu überdenken. Um zu ändern, was wir schaffen, müssen wir ändern, wie wir schaffen. Deshalb werden auf der Autodesk University (AU) 2021 Werkzeuge vorgestellt, die Innovatoren dabei helfen, Entscheidungen mit Blick auf nachhaltige und belastbare Ergebnisse zu treffen.

Jetzt verfügbar: Cloud-basierte Funktionen zur Entscheidungsfindung in der Abwasserwirtschaft

Die Notwendigkeit betriebsfähiger und gut gewarteter Abwasserleitungsnetze als wichtig für die Gesundheit und das Wohlergehen von Gemeindebewohnern zu bezeichnen, wäre eine Untertreibung. Sie sind entscheidend für die Verbesserung der Gesellschaft und den Schutz der Umwelt. Technologisch veraltete Abwassernetze und die zunehmende Zahl von Netzen in schlechtem Wartungszustand stellen hingegen eine Gefährdung dar. Um den Zustand der Netze zu verwalten, zu inspizieren und zu verbessern, benötigen Teams die richtigen Werkzeuge und Ressourcen.

Viele Organisationen, die ein Programm zur Inspektion von Abwasseranlagen haben, finden es heute jedoch schwierig, wenn nicht gar unmöglich, große Mengen an Inspektions- und Zustandsdaten sinnvoll zu nutzen. Das Problem liegt auf der Hand: Die Daten verschwinden in Silos – auf Papier, auf verschiedenen Festplatten oder in einem großen, unzusammenhängenden Desktop-basierten Technologie-Stack. Durch dieses Durcheinander werden die Daten manchmal dem falschen Kanalisationsrohr zugeordnet oder gehen ganz verloren. Vergeudete Inspektionsinvestitionen bedeuten, dass Anlagen mit Problemen nicht repariert werden. Ausfälle können die Folge sein.

Nach der Beta-Veröffentlichung im Juli ist das cloudbasierte Info360 Asset von Innovyze, einem Autodesk-Unternehmen, nun kommerziell verfügbar und stellt einen Meilenstein in der Digitalisierung des Asset Managements dar. Asset Manager können nun Inspektionen effizient durchführen und überprüfen, Zustände bequem bewerten und Risiken genau modellieren – und das alles in einer einzigen Umgebung. Info360 Asset ermöglicht einen risikobasierten Ansatz für die Entscheidungsfindung und hilft dabei, den Ort und das Ausmaß des Risikos genau zu bestimmen, um die Funktionsfähigkeit der Kanalisation zu erhalten. Der datenbasierte Risikoansatz hilft den Asset Managern auch, Betriebs- und Kapitalentscheidungen zu rechtfertigen.

Info360 Asset Video

Innovyze Info360 Asset bietet einen zentralen Ort, an dem Asset Manager jederzeit und an fast jedem Ort zusammenhängende und genaue Daten über den Zustand ihrer Assets finden, darauf zugreifen und sie gemeinsam nutzen können. Dadurch können sie schnellere und genauere datengestützte Entscheidungen treffen. Mit Info360 Asset ist es möglich – und relativ einfach – Modelle für das Ausfallrisiko zu konfigurieren und so hoffentlich ein Problem zu erkennen, bevor es auftritt.

Info360 Asset vernetzt Teams, prognostiziert Ausfälle und schützt Menschen und Umwelt. Verbinden, vorhersagen und schützen. Erfahren Sie mehr über die Vorteile von Innovyze Info360 Asset.

Cloud-to-Cloud-Lösung mit Autodesk und Esri

Seit der Ankündigung unserer Partnerschaft mit Esri im Jahr 2017 haben unsere Teams eng zusammengearbeitet, um CAD, BIM und GIS miteinander zu verbinden und unseren Kunden aus den Bereichen Planung, Bau und Bauherrschaft produkt- und cloudbasierte Workflows zu bieten. Die Zusammenarbeit erreicht heute einen wichtigen Meilenstein mit der BIM- und GIS-Cloud-Kollaboration, einer neuen Lösung, die unsere beiden Cloud-Plattformen – ArcGIS Online und Autodesk Construction Cloud – miteinander verbindet, um Gebäudedatenmodellierung (BIM) und geografische Informationssysteme (GIS) zu kombinieren.

Die BIM- und GIS-Cloud-Kollaboration ermöglicht eine benutzerfreundliche, webbasierte Zusammenarbeit von Projektteams bei BIM-Projekten unter Verwendung von Daten aus verschiedenen Systemen im geografischen Kontext. Sie ermöglicht nahtlose Arbeitsabläufe, die keine ständige Datenübersetzung zwischen GIS- und BIM-Umgebungen mehr erfordern. Der aktuelle Projektstatus wird einfach und sicher von einem Ort abrufbar. So erhalten Projektleiter und Stakeholder während der Planung, des Baus und des Betriebs einen ganzheitlichen Überblick über den Status von Assets, Kosten, Probleme, Risiken und Zeitpläne über verschiedene Branchen hinweg.

Unsere Kunden können dank der neuen gemeinsamen Lösung von Autodesk und Ensri alle Vorteile dieser Cloud-to-Cloud-Konnektivität nutzen, die sowohl Autodesk BIM Collaborate Pro als auch Esri ArcGIS GeoBIM umfasst, um webbasierte Anwendungslösungen in Echtzeit zu ermöglichen. So können unsere Kunden, im Kontext der realen Welt planen, bauen und betreiben, um letztlich eine nachhaltigere und widerstandsfähigere Infrastruktur zu schaffen.

 

Spacemaker, ein Autodesk-Unternehmen, führt Mikroklima-Analyse ein

Im späten 19. Jahrhundert stellten Wissenschaftler fest, dass die Temperatur in der Stadt London oft um einige Grad höher lag als in den umliegenden ländlichen Gebieten – dieser Effekt ist inzwischen als städtische Wärmeinseln bekannt. Tatsächlich wurde in der Stadt London einmal eine um 10°C höhere Temperatur gemessen als in den umliegenden Gebieten. Das ist zum Teil darauf zurückzuführen, dass Beton, Asphalt, Ziegel und andere Materialien tagsüber Wärme absorbieren und nachts langsamer abkühlen. Diejenigen, die in städtischen Gebieten leben und arbeiten, wissen, dass sich einige Grad deutlich auf die Lebensqualität auswirken können. Es entsteht auch ein Nachhaltigkeitsproblem: Die U.S. Environmental Protection Agency schätzt, dass ein Anstieg von nur 2 °F den Verbrauch von Klimaanlagen um 1-9 % erhöhen kann – hauptsächlich durch Strom, der von und mit fossilen Brennstoffen erzeugt wird.

Spacemaker, seit 2020 ein Autodesk-Unternehmen, bietet ab sofort auch ein Mikroklimaanalysetool an, mit dem Immobilienentwickler, Stadtplaner und Architekten schnell die thermischen Verhältnisse von Außenbereichen bewerten können. Zwar gibt es bereits Methoden zur Berechnung des städtischen Wärmeinseleffekts, doch sind diese oft nur für erfahrene Nutzer zugänglich, benötigen Stunden für die Ausführung oder visualisieren die Daten nicht. Die neue Funktion zur Analyse des Mikroklimas von Spacemaker ist schnell, intuitiv und sehr anschaulich. Zum ersten Mal kann das gesamte Team die Auswirkungen von Planungsentscheidungen auf die thermischen Verhältnisse erkennen und alle Probleme effizient und effektiv beheben. Innerhalb von Sekunden zeigt die resultierende Wärmekarte die Dauer und den Zeitraum der Behaglichkeit für Außenbereiche.

Der Einsatz von Mikroklimaanalysen in den frühesten, kostengünstigeren Planungsphasen verringert das Risiko groß angelegter, kostspieliger und abfallintensiver Renovierungen und Ausbesserungen in der Zukunft.

Doch das, was wir bauen, muss mit der Art und Weise, wie wir bauen, gepaart werden. Gebäude verursachen fast 40 % der weltweiten Treibhausgasemissionen. Um die im Pariser Klimaabkommen festgelegten Ziele zur Emissionsreduzierung zu erreichen, hat Autodesk Total Carbon als Beta-Version eingeführt. Total Carbon kombiniert Revit-Daten mit Open-Source-Energieanalysen und Materialkohlenstoffdaten in der Cloud, um eine genaue und zuverlässige Gesamtkohlenstoffanalyse in Echtzeit zu ermöglichen. Dieses Tool gibt den Kunden den Einblick, den sie für die Erstellung nachhaltiger Entwürfe in Revit benötigen, und macht es ihnen leichter, von Anfang an umweltfreundliche Ergebnisse zu planen.

Das Tool heißt Total Carbon, da es einen Einblick in die eingebetteten Emissionen, auch Graue Energie genannt, von der Planung über den Bau bis zum Betrieb bietet. Wie könnte sich beispielsweise die Verwendung von Beton, Ziegeln oder Holz durch den Architekten auf den gebundenen Kohlenstoffgehalt des Gebäudes oder der Infrastruktur auswirken? Diese Informationen können bereits in der frühesten Phase der Planung erhebliche Auswirkungen auf die Umwelt haben.

Wir ermutigen unsere Kunden, an der weiteren Entwicklung dieses Tools mitzuwirken, indem sie am Beta-Programm teilnehmen und uns ihr Feedback geben. Interessierte Kunden sollten sich an insight.support@autodesk.com wenden.

Zusammengenommen werden diese neuen Lösungen und innovativen Ansätze, die auf der AU 2021 angekündigt werden, unseren Kunden helfen, nachhaltigere Gebäude zu entwerfen, widerstandsfähigere Städte zu bauen und eine bessere Zukunft für alle zu schaffen.

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